Wer hätte gedacht, dass ein Dinner gleichzeitig Ausstellung, Austauschraum und Experiment für gelebte Demokratie sein kann? Auf unserem Bürger*innenforschungsschiff Make Science Halle fand am 25. März 2026 das erste Dinner4Democracy (Dinner4Zero) in diesem Jahr statt – unter dem Thema „Frauen im Strukturwandel“. Damit wurde im Monat des Frauentags ein starkes Zeichen für Sichtbarkeit, Austausch und Engagement gesetzt.
Ausstellung „Frauen im Strukturwandel“
Im Fokus des Abends stand die gleichnamige Ausstellung „Frauen im Strukturwandel“, die zeigt, wie Frauen den Wandel im Burgenlandkreis aktiv mitgestalten – in Kooperation mit dem JTC, regionalen Praxispartnern und der Agentur für Aufbruch. Vor Ort waren Anja Reißmann (Vorsitzende Verein Stadtlabor Zeitz), Tina Uhlemann (Stadtlabor Zeitz), Anett Escher (Inklusiver Anglerverein in Weißenfels, Netzwerk engagierter Frauen), Kathrin von Ow (KrimZKrams), Constanze Zwies (JTC), Mareike Pampus (Agentur für Aufbruch) und Hermine Bähr (JTC).
Lila als roter Faden
Zur Ausstellung ist zudem ein Magazin entstanden – schwarze Schrift auf lila im Design. Dieses Farbkonzept zog sich wie ein roter Faden durch den gesamten Abend: Das Team war passend gekleidet, lila Tulpen schmückten den Tisch und auch das Menü griff die Farbwelt kreativ auf. Serviert wurden unter anderem Rote-Bete-Salat, Dulsa-Alge und Radieschencreme sowie Heidelbeerjoghurt mit lila Blüte. Ein besonderes Highlight war das Rotkohl-Pesto, das sich durch die Zugabe von Zitrone – angelehnt an den Strukturwandel – farblich veränderte. Alle Speisen waren vegan.
Doch das Dinner4Democracy wäre nicht das Dinner4Democracy ohne ein Prinzip, das zum Nachdenken anregt: Es musste geteilt werden. Einige Gäste erhielten zunächst leere Teller, andere größere Portionen. Schnell wurde das Prinzip klar und das Essen wanderte über den Tisch, wurde aufgeteilt und gemeinsam genossen.
Perspektiven teilen
Zwischen den einzelnen Gängen stellten sich alle Teilnehmenden vor. Mit dabei waren auch Anja Polte (Mediatorin-Halle, AMU-Verband), Marie Meier (Themenjahre Halle), Franziska Dusch (Blockparty in Halle Neustadt), Constanze Breuer (Leopoldina), Ivette Wittkowski und Susanne Bartholomé (Hanffaser Geiseltal eG), Jenni Viehweg-Schulz (freie Autorin), Silvia Zöller (Mitteldeutsche Zeitung) und Anke Scholz (Magletan Eine Welt e.V.).
Dabei beantwortete jede Person eine gemeinsame Frage: „Welches Getränk steht für dich für den Strukturwandel?“ Die Antworten waren so vielfältig wie die Perspektiven im Raum – von Hafermilch, Hanftee, Wasser und Tee über Aperol Spritz bis hin zu alkoholfreiem Sekt, Hefeweizen und Martini. Auffällig war, dass viele bewusst alkoholfreie Getränke wählten. Wie Anett Escher es treffend formulierte: „Alkohol macht lahm“ – und ist damit für echten Strukturwandel eher hinderlich.
Ausblick
Mit diesem Abend ist das Dinner4Democracy (Dinner4Zero) erfolgreich ins Jahr 2026 gestartet und wird jeden dritten Mittwoch im Monat fortgeführt. Als Teil des Formats Dinner4Zero des Science Cube verbindet es auf besondere Weise Austausch, Genuss und gelebte Demokratie.