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Dinner4Zero Feministische Perspektiven - Erfahrungen über den Horizont hinaus

Am 21.10. kehrte das Dinner zurück in bekannte Gewässer und fand wieder an Bord der Make Science Halle statt. Aber nicht alles kehrte zum alten zurück, denn dieses Mal folgte der Abend nicht dem gewohnten Konzept.

Unter dem Thema „Feministische Perspektiven“ trafen sich die Gäste zwar wie gewohnt auf dem Schiff bei einem 3-Gänge-Dinner, allerdings stand dieses Mal kein wissenschaftlicher Impulsvortrag im Zentrum des dinners. Stattdessen lag der Fokus auf den Perspektiven der einzelnen Gäste, die ihre Erfahrungen und Ideen teilen und verstehen wollten und so den roten Faden des Abends aufbauten.

Die Idee entstand im Rahmen des International Dinners vom 28.08.2026 und viele Gäste fanden sich auch diesmal erneut an Bord ein. Und in Anlehnung an das International Dinner sollte der Hauptertrag dieses Dinners der Vergleich der Situationen unterschiedlicher Länder zum Thema Feminismus und Patriarchat sein, um daraus Ideen und Umgänge mit der Thematik zu entwickeln, damit das Thema effektiv weiter vorangebracht werden kann.

Starten tat der Abend mit dem Empfang von bekannten und neuen Gästen. Mithilfe von Gemüsechips verlief die darauf folgende Vorstellungsrunde entspannt ab. An Bord waren Gäste aus China, Ägypten, Indien, den USA, der Ukraine sowie aus Deutschland. Die, für dieses Thema entsprechend relevante, Statistik der Geschlechterverteilung lag an diesem Abend bei 2 Männlichen zu 12 weiblichen Personen.

Angeregt von der Vorstellungsrunde kochten auch schon die ersten Gedanken auf. Zum Beispiel stand das Gespräch, wodurch die unterschiedliche Studienausrichtung von Frauen, im Vergleich zwischen Deutschland und Ägypten, zu Stande kommt und wie die Lücke in den Ingenieur und IT Studienrichtungen geschlossen werden könnte.

Als erster Gang wurde diesmal ein bunter Herbstsalat von allen Teilnehmenden gemeinsam zuberietet. Es gab eine Auswahl an verschiedenen Beilagen, die unter Absprache und Abwägung zusammen von der Gruppe ausgewählt und zum Salat hinzugefügt wurden. Unter den möglichen Zutaten gab es die Auswahl zwischen Äpfeln, Trauben, Walnüssen, Kürbis, Mangold sowie Feld- und Chicorée Salat.

Darauf folgend kam der erste Impuls des Abends. Ein jeder hatte nun die Aufgabe zwischen den nächsten beiden Gängen ein oder mehrere Tiere zu malen, die das eigene Empfinden und (Er-)Leben im Patriarchat vermitteln sollen. Die Gäste verbrachten eine Weile damit, darüber nachzudenken welches Tier sie am Besten repräsentiert.

Sobald der Großteil der Gäste fertig gezeichnet hatte, wurde der zweite Gang gebracht, dieses Mal gab es Herbstcurry mit Reis. Nach weiteren Randgesprächen und Austausch in der Gruppe, durften alle Anwesenden nun ihre Zeichnung vorstellen. Reihum wurden Erlebnisse und Emotionen geteilt, mit Metaphern und Sinnbildern verdeutlicht, wie unterschiedlich das Leid unter dem Patriarchat auf jede Person sein kann.

Oftmals wurde der Vogel als repräsentiertes Tier genommen und unterschiedlich interpretiert. Auf der einen Seite gab es den Bezug zum Käfig und dem Gefangensein, auf der anderen Seite zeichnete sich auch die Kraft ab, sich dagegen zu wehren. Auch das Motiv des Länderwechsels kam auf. Ein Gast erzählte davon, dass der Käfig im Westen zwar größer sei, letztendlich aber die gleiche Funktion besitzt, wie der aus ihrem Heimatland China. Weitere Tiere, die aufkamen waren Hasen, die die Unterschätzung widerspiegelten oder auch Katzen, die das Vermögen klar “Nein!” sagen zu können, verkörperten.

Die glasierten Zimtschnecken läuteten als letzter Gang dann das Ende des Abends ein. Darüber hinaus wurden aber viele weitere anregende Gespräche geführt, an die es sich lohnt, bei einem weiteren Nachfolgetermin zu diesem Thema, anzuknüpfen. 

Dekor